Ein italienischer Familienroman von Francesca Melandri

Der große Roman der römischen Autorin Francesca Melandri: eine Familiengeschichte, ein Porträt Italiens im 20. Jahrhundert, eine Geschichte des Kolonialismus und seiner langen Schatten, die bis in die Gegenwart reichen.

Kennen Sie Ihren Vater? Wissen Sie, wer er wirklich ist? Kennen Sie seine Vergangenheit? Die vierzigjährige Lehrerin Ilaria hätte diese Fragen wohl mit »ja« beantwortet, und auch ihre Angehörigen glaubte sie zu kennen – bis eines Tages ein junger Afrikaner auf dem Treppenabsatz vor ihrer Wohnung in Rom sitzt und behauptet, mit ihr verwandt zu sein. In seinem Ausweis steht: Attilio Profeti, das ist der Name ihres Vaters … Der aber ist zu alt, um noch Auskunft zu geben.
Hier beginnt Ilarias Entdeckungsreise, von hier aus entfaltet Francesca Melandri eine schier unglaubliche Familiengeschichte über drei Generationen und ein schonungsloses Porträt der italienischen Gesellschaft. Und sie holt die bisher verdrängte italienische Kolonialgeschichte des 20. Jahrhunderts in die Literatur: die Verbindungen Italiens nach Äthiopien und Eritrea bis hin zu den gegenwärtigen politischen Konflikten verknüpft Melandri mit dem Schicksal der heutigen Geflüchteten – und stellt die Schlüsselfragen unserer Zeit: Was bedeutet es, zufällig im »richtigen« Land geboren zu sein, und wie entstehen Nähe und das Gefühl von Zugehörigkeit?

Francesca Melandri:
Alle, außer mir
Verlag Wagenbach
608 S; 26,80 Euro
ISBN 978-3-8031-3296-3

 

 

Wir blicken zurück auf unser 5-Jahresfest und

 

Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Buchhandlung liber wiederin wurde am 18. März der liber wiederin Literaturpreis an die Autorin Sabine Gruber für ihren neuen Roman Daldossi und Das Leben des Augenblick, erschienen im Verlag C.H. Beck, verliehen.

Fünf Jahre wollen gebührend gefeiert werden! In den Tag starteten wir mit Kaffee und Croissant. Für die musikalische Untermalung sorgte das Quartett „Abdullah & Friends“. Kulinarisch verwöhnten wir unsere Leserinnen und Leser mit Selbstgemachten. Der Schauspieler und Sprachtrainer Thomas Lackner las Gedichte von Mascha Kaleko. Höhepunkt und Abschluss des Abends bildete die Überreichung des liber wiederin Literaturpreises an Sabine Gruber.

Der Grundgedanke des Preises, der natürlich auch einen Werbeeffekt für die Buchhandlung darstellt, ist die Tatsache, dass wir BuchhändlerInnen von der Kreativität und Schaffenskraft der AutorenInnen und vom Interesse und der Lesefreudigkeit unserer Kunden und Kundinnen leben. Beides soll durch den Literaturpreis honoriert werden. Aus diesem Grund entschlossen wir uns, den Preis in der Höhe von 5.555 EUR an jenen Autor zu vergeben, dessen Werk  im Jahr 2016 am häufigsten gekauft wurde.

Die "Preisrede" von Sabine Gruber hinden sie hier.

 

 

 freuen uns über den Buchhandelspreis 2017!

 

Bücherregale voller Geschichten und Wissen, persönliche Beratung, die oft über die passende individuelle Leseempfehlung hinausgeht und Orte, die zum Verweilen einladen: Mit dem österreichischen Buchhandlungspreis werden zum ersten Mal jene fünf eimischen Buchhandlungen ausgezeichnet, die mit ihrem Konzept überzeugen konnten.

 

Am 5. April wurden die fünf Preisträger des ersten Österreichischen Buchhandlungspreises ausgezeichnet. Der mit je 10.000 Euro dotierte Preis wurde vom Bundeskanzleramt der Republik Österreich und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels ausgerichtet.

Übergabe der Urkunde durch den Präsidenten des Hauptverbandes des österreichischen Buchhandels Benedikt Föger und Robert Stocker, Abteilungsleiter der Sektion II: Kunst und Kultur, in Vertretung für Bundesminister Thomas Drozda, an Thomas Wiederin. (c) BKA / Valerie Alwasiah

Die Begründung der unabhängigen Fachjury für die Vergabe des Preises an liber wiederin:

Beharrlichkeit zahlt sich aus, das weiß niemand besser als Thomas Wiederin. Mit einer gemeinsamen Berufserfahrung von 80 Jahren wissen er und sein Team genau um die Tücken und Fallstricke der Branche Bescheid – und trotzdem ist ihr Wille zur Buchhandlung ungebrochen. Neben dem Aufbau eines sorgfältig bestückten Sortiments, das auch mit Kinder- und Jugendliteratur beeindruckt, zeugt die Ausschreibung des mit 5.555€ dotierten „Liber Wiederin Literaturpreises“ für deutschsprachige Neuerscheinungen von der Freude an Zeitgenössischem. Vorteilhaft ist auch die gute Anbindung an die Universität. Diese klassische Sortimentsbuchhandlung erweist sich auch als ein Ort, der Entschleunigung, Ruhe und Achtsamkeit fördert. Liber Wiederin hat sich in nur fünf Jahren einen fixen Platz in der Innsbrucker Innenstadt erobert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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