Wimmer Mazohl, Erika

Orte sind

Reisende suchen die Fremde. Sie ziehen in die unvertraute Ferne, betreten offene Räume und erfahren das Vergessen des Vertrauten. Sie erkunden die Lebenswelten anderer und finden die Fremde im Eigenen. Erika Wimmer Mazohls erste Lyriksammlung vereint sprachverspielte und zeitkritische Texte, artifizielle Klanggedichte, Poeme und kleine Gedichtzyklen, die mit dem Fokus auf "Orte" eine Klammer gefunden haben, die die Texte zusammenhält: Ichkundig prangert sie Gewalt gegen Frauen und Kinder an. Ortserfahren führt sie uns durch Italien, Indien oder nach Brasilien, wohin 33 Wildschönauer Familien 1933 auswanderten und die Kolonie Dreizehnlinden gründeten. Oder zu Georg Trakl, der am Mühlauer Friedhof und im kollektiven Gedächtnis seinen Platz gefunden hat. Ihre Szenarien sind keine beschönigenden Reisebilder, es sind Erinnerungsorte, Echoräume, in denen Nachrichten über Krieg, Umweltzerstörung und deren Opfer zur Sprache kommen. Sie sind zarte Pflänzchen, die in Herbarien Zuflucht suchen und zeigen: Andernorts fängt bei uns an.

Erika Wimmer Mazohl, 1957 in Bozen/Südtirol geboren, Studium der Germanistik, Vergleichenden Literaturwissenschaft und Anglistik in Innsbruck, seit 1983 Mitarbeiterin des Forschungsinstituts Brenner-Archiv der Universität Innsbruck. Mehrere Romane, Stücke und Essays, zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt Preis der Stadt Innsbruck 2014. ...mehr »

Hardcover

EUR 18,40


Unsere Empfehlung

Die Gedichte

Paul Celans vielfältige Lektüren von Büchern, Zeitschriften und Tagespresse waren ihm ebenso Ausgangspunkt für Gedichte wie persönliche Begegnungen und politische Ereignisse. Als 2003 erstmals eine kommentierte Gesamtausgabe seiner Gedichte erschien, stand die Erschließung solcher Quellen noch am Anfang. Im Zuge der Publikation der bedeutendsten Briefwechsel und der kritischen Werkausgaben sowie der Erforschung von Celans Nachlassbibliothek mit seinen Lesespuren, Anstreichungen und Notaten konnten gegenüber der Ausgabe von 2003 nicht nur knapp 60 Gedichte ergänzt und alle Texte einer ...mehr »

Taschenbuch

EUR 35,00


Christoph W. Bauer

Stromern

LYRIK ZWISCHEN PUNK UND POESIE Was der junge österreichische Lyriker Christoph W. Bauer mit seinem Überraschungserfolg "mein lieben mein hassen mein mittendrin du" gezeigt hat, setzt er in seinem neuen großen Gedichtband fort: Mal rau, mal sanft, dann wieder lakonisch oder laut, immer aber augenzwinkernd und schelmisch - mit durchschlagender poetischer Kraft erzählt Bauer von Leben, Liebe und Sehnsucht ebenso wie von der Zumutung des Daseins.
STREIFZÜGE DURCH DICHTERLANDSCHAFTEN: VON ...mehr »

Hardcover

EUR 18,40

 

Alfred Kolleritsch

Die Nacht des Sehens

Der neue Gedichtband Alfred Kolleritschs versammelt Gedichte von melancholischer Schönheit eines philosophischen Dichters.

Alfred Kolleritschs Gedichte sind die Gedichte eines Einzelgängers ohne Schule, der seinen eigenen Weg verfolgt. In den zumeist kurzen, reimlosen Gebilden dieses Bandes vereinen sich philosophische Einsichten, Liebesanrufungen, Zeitgenössisches, Reflexionen über Zeit und Tod sowie Naturerfahrungen.
Die Landschaft des Gedichts ist dabei eine wundversehrte, die ...mehr »

Hardcover

EUR 18,50


Junge österreichische Lyrik

wo warn wir? ach ja:

wo warn wir? ach ja: Junge österreichische Gegenwartslyrik ist der Versuch, einen Überblick über die junge österreichische Lyriklandschaft zu geben, ihr Präsenz und Beachtung zu verschaffen: die AutorInnen, die Verlage, die Zeitschriften, die Online-Zines, die Initiativen, die Treffen, die Plattformen usw. aufzuzeigen, wo Gedichte und das Sprechen darüber aktuell stattfinden. wo warn wir? ach ja: Junge österreichische Gegenwartslyrik ist der Versuch, die Breite, die Vielfalt und die Innovation zeitgenössischer junger Gegenwartslyrik aus Österreich abzubilden, eine Antwort auf die Frage zu ...mehr »

Hardcover

EUR 18,50


Christine Lavant

Zu Lebzeiten veröffentlichte Gedichte

Christine Lavant schrieb Gedichte, die in ihrer sprachlichen Eigenwilligkeit und existentiellen Zerrissenheit für Thomas Bernhard zu den Höhepunkten der deutschen Lyrik zählen. Er beschrieb ihre Lyrik als das elementare Zeugnis eines von allen guten Geistern mißbrauchten Menschen.Lavant selbst sah ihre Kunst als verstümmeltes Leben, eine Sünde wider den Geist, unverzeihbar und war sich der poetischen Kraft ihrer Gedichte dennoch gewiss: Wenn ich dichtete, risse ich jede Stelle Eures Daseins unter Euren Füßen weg und stellte es als etwas noch nie von Euch Wahrgenommenes in Euer innerstes Gesicht. Der erste Band der vierbändigen Werkausgabe versammelt alle zu Lebzeiten publizierten Gedichte in einer komplett neu edierten Fassung. Er enthält neben den drei Gedichtbänden, die Lavants Ruhm begründet haben (Die Bettlerschale, Spindel im Mond, Der Pfauenschrei), auch das Frühwerk Die unvollendete Liebe, Lavants späte, in Liebhaberausgaben und Sammelbänden veröffentlichte Lyrik (Sonnenvogel, Wirf ab den Lehm, Hälfte des Herzens) sowie zahlreiche verstreute Gedichte, die erstmals wieder zugänglich gemacht werden.

Die Autorin: Christine Lavant(1915-1973), geb. in St. Stefan im Lavanttal (Kärnten) als neuntes Kind eines Bergmanns, war Lyrikerin und Erzählerin. Ihre Schulbildung musste sie aus gesundheitlichen Gründen früh abbrechen. Jahrzehntelang bestritt sie den Familienunterhalt als Strickerin. Sie erhielt u. a. den Georg-Trakl-Preis (1954 und 1964) und den Großen Österreichischen Staatspreis (1970).
Die Herausgeber: Doris Moser, geb. 1965, Studium der Anglistik/Amerikanistik und Germanistik. Zunächst Radiojournalistin und Kulturorganisatorin. Leiterin des Fachbereichs Angewandte Germanistik an der Universität Klagenfurt.
Fabjan Hafner, geb. 1966, Studium der Slawistik und Germanistik. Literaturwissenschaftler, Übersetzer, Autor. Seit 1998 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Robert Musil-Instituts Klagenfurt. ...mehr »

Buch

EUR 39,10


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