Wael B. Hallaq
Orientalismus als Symptom
Eine Kritik des modernen Wissens

Übersetzung: Dirk Höfer
Verlag Matthes & Seitz
493 S., 39,10 Euro
ISBN: 978-3-7518-0354-0

 

Der Islamwissenschaftler und Philosoph Wael B. Hallaq liefert die theoretischen Grundlagen für ein tieferes Verständnis von Orientalismus und Kolonialismus

Edward Saids »Orientalismus«-Buch, das bereits vor über 40 Jahren den europäischen Blick auf den Orient als »Stil der Herrschaft und Umstrukturierung« zu entlarven suchte, gilt als eines der Gründungsdokumente der postkolonialen Theorie. Der in New York Islamwissenschaften und politische Theorie lehrende Wael B. Hallaq unterwirft Saids Thesen einer grundlegenden Kritik und Neubewertung. Dabei nimmt er zentrale Gedankenfiguren westlichen Denkens wie Souveränität, Subjekt oder Selbst in den Blick und analysiert, welche Rolle sie für das Aufkommen des Kolonialismus spielten. Hallaq diagnostiziert auf faszinierende Weise den europäischen Herrschaftsdiskurs und dessen problematische Verbindung von Wissen und Macht als Ergebnis einer »psychoepistemischen Störung«, die für die Auswüchse des Kolonialismus, aber auch für die von Europa ausgehenden Genozide und die systematische Naturzerstörung verantwortlich ist.

 

Ömer Alkin; Lena Geuer (Hg.)
Postkolonialismus und Postmigrationen

Verlag Unrast
360 Seiten; 18,50 Euro
ISBN 978-3-89771-096-2

In den vergangenen Jahren hat sich ›Postmigration‹ zu einem vielbeachteten und -gebrauchten Konzept entwickelt. Forschungen zum ›Postmigrantischen‹ haben gemein, dass sie mit dem Konzept auf die Allgegenwärtigkeit und universelle Bedeutsamkeit von Migration abheben.

Mit ihrer Kritik an essenzialistischen Modellen von Identität, Raum und Kultur greifen solche Arbeiten zur ›Postmigration‹ besonders auf Konzepte der postkolonialen Theorie zurück, so z.B. Mimikry (Bhabha), dritter Raum (Bhabha), strategischer Essentialismus (Spivak) oder Hybridität (García Canclini; Bhabha).

Doch wie stehen Postkolonialismus und Postmigration zueinander? Inwieweit verändern sich Begriffe aus der postkolonialen Theorie, wenn sie für postmigrantische Ansätze genutzt werden? Was wiederum kann die postkoloniale Theorie aus den Diskursen zum Postmigrantischen gewinnen? Wo gelangen beide Konzepte an ihre Grenzen? Anhand von theoretischen Beiträgen und Fallstudien lotet das Buch das Verhältnis dieser beiden Konzepte aus

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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